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F wie Flirten

Den Begriff Flirten verbinden wir häufig mit dem Thema: „Anmachen und rumkriegen“, aber auch glücklicherweise damit, jemanden kennen zu lernen und eine liebevolle Partnerin/einen Partner zu suchen und zu finden. Auch in unseren Seminaren ist dies häufig ein Thema, da viele Menschen sich nach einer schönen und harmonischen Partnerschaft sehnen.

Wir gehen noch ein Stück weiter und sagen, dass das Thema flirten in all unseren Beziehungen einen Raum haben darf. Denn was bedeutet flirten genau? Es geht darum, mein Gegenüber wirklich wahrzunehmen, Blickkontakt zu halten, ganz präsent zu sein und ein echtes Interesse am Anderen und seinen Bedürfnissen zu entwickeln. Wenn ich lerne wahrzunehmen, was der andere gerade braucht, um sich noch besser zu fühlen, habe ich die Grundessenz des Flirtens schon verstanden.

Es geht darum, wie immer erst einmal sich selbst in einen Zustand der Freude zu bringen, immer mehr ein Mensch zu sein, mit dem andere Menschen gerne zusammen sind. Denn nur so kann ich auch anderen Menschen gute Gefühle schenken. Und wenn ich gar nicht mehr unterscheide, ob es sich jetzt um einen Menschen handelt, den ich kennenlernen will, oder ob es sich um die Kassiererin an der Supermarktkasse handelt, wird der Zustand der positiven Ausstrahlung immer mehr der Normalzustand und das „flirten“ zur Grundhaltung.

Ich schaue immer häufiger morgens in den Spiegel und stelle mir selbst die Frage, ob ich heute gerade in der Ausstrahlung bin, in der ich gerne mit mir zusammen sein will? Ich bringe mich ganz bewusst in einen Zustand von Freude und Dankbarkeit und spüre, wie sich automatisch die Reaktion anderer auf mich und mein Verhalten verändert. Cool!!!

F wie Freiheit

Die Worte Beziehung und Freiheit scheinen in unserer Gesellschaft wie ein Paradoxon zu wirken. "Bis dass der Tod uns scheidet" und die Benutzung der besitzanzeigenden Fürwörter: MEINE Frau und MEIN Mann scheinen hier wenig vom Gefühl der Freiheit zu vermitteln. Es ist einer der Gründe, warum es in vielen Beziehungen über kurz oder lang zu Konflikten kommt Dieses commitment, das wir einem anderen Menschen aus Liebe geben, wird leider zu häufig mit einer Aufgabe der eigenen Identität assoziiert. Wir beginnen eine Rolle zu spielen, uns anzupassen, die Erwartungshaltung anderer zu erfüllen und das auch vom anderen zu erwarten.

 

Dabei wäre das Gegenteil hilfreich. Wie sagt es Khalil Gibran so schön: "Eiche und Zeder wachsen nicht im Schatten des Anderen". Wie können wir also unsere persönliche Freiheit bewahren und doch in einer liebevollen und innigen Beziehung leben?

 

Entscheidend ist, immer mehr die Angst zu verlieren, abgelehnt zu werden und immer mehr den Mut zu entwickeln, uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind. Wir haben fast alle irgendwann in der Kindheit erfahren, dass es nicht akzeptiert wird, wenn wir uns mit all unseren Sonnen- und vor allem den vermeintlichen Schattenseiten uneingeschränkt zeigen. Diese Erfahrung prägt uns bis zum jetzigen Moment. Doch genau hier liegt der Schlüssel zu mehr Verständnis und Nähe. Denn der Partner/die Partnerin kann uns immer mehr so nehmen wie wir sind, wenn wir uns auch so zeigen, wie wir sind. Ein guter erster Schritt ist, den anderen am eigenen Gefühlsleben teilhaben zu lassen z.B. durch Zwiegespräche. Diese helfen uns, uns selbst besser zu verstehen und gleichzeitig dem anderen einen Einblick in unsere Welt zu gewähren und umgekehrt. Darin steckt ein ungeahntes Potenzial. Dazu können Sie auch unseren kostenlosen Podcast zum Thema hören (Folge 1).

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei.