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G wie Großzügigkeit

Meist verbinden wir den Begriff Großzügigkeit mit monetären und materiellen Dingen. Ein Mensch, der im Restaurant großzügig die Zeche für alle übernimmt oder zu Weihnachten und Geburtstagen üppige Präsente verteilt. Der Satz „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ ist ein schöner Satz, denn er hat etwas mit Aufmerksamkeit und Zuneigung zu tun. Damit, den anderen wahrzunehmen und wertzuschätzen. Denn es gibt doch nichts Schöneses, als zufällig etwas zu entdecken, von dem ich weiß, dass es dem anderen große Freude machen wird. Dieser Moment der Freude beim anderen kann ein wundervolles Glücksgefühl in uns selbst erzeugen.  Denn Glück und Freude sind die Dinge, die sich verdoppeln wenn wir sie teilen.

Dieses sind die äußeren Formen der Großzügigkeit. Der innere Prozess der Großzügigkeit beginnt bei der Akzeptanz und Toleranz gegenüber uns selbst und dann auch gegenüber dem Anderen. Großzügigkeit bedeutet den anderen zu lassen, wie er oder sie ist, zu akzeptieren, dass jeder Mensch eine andere Wahrnehmung seiner Umwelt und ein ganz individuelles Schema der Bewertung und der Reaktion hat. Das heißt, dass die Erwartung, der Andere müsse sich doch so verhalten, wie ich es erwarte und wie es doch vermeintlich „richtig“ wäre, führt unweigerlich bei mir selbst und beim anderen zu Frust und Unzufriedenheit.

Was kann ich nun tun, wenn ich dieses Gefühl der Unzufriedenheit in mir entdecke?

Ich beginne damit, jeden Tag ein bisschen großzügiger mit mir selbst zu sein. Ich wertschätze all die Aufgaben und Ziele, die ich heute prompt und gut erledigt habe und bin wohlwollend gegenüber den Dingen, die ich nicht geschafft habe. Ich konzentriere mich auf meine Stärken und akzeptiere meine Schwächen. Der erste Schritt beginnt eben immer bei mir selbst. Es ist dann ein wundervolles Gefühl, wenn ich immer mehr dieser Großzügigkeit auf meinen Partner/meine Partnerin und andere Menschen in meinem Leben übertragen kann. Sie werden sehen, wie sich Konflikte entspannen und mehr Freude in Ihr Leben und in Ihre Beziehung kommt.

G wie Geschenk

Mit Sicherheit kennen Sie den Spruch: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“. Da ist viel dran. Oft verknüpfen wir diesen Spruch ausschließlich mit materiellen Dingen. In Beziehungen jeglicher Art, besonders natürlich mit unserem Liebespartner dürfen wir uns viel öfter fragen, wann und wie wir ein Geschenk für diese Beziehung sind. Und wie viel Energie wir darauf verwenden, die Beziehung und den Partner mit Freude und positiven Gefühlen zu beschenken.

 

Der ein oder andere hat vielleicht das Gefühl des Ungleichgewichts, das Gefühl dass er oder sie schon sehr viel geschenkt hat, vielleicht sogar zuviel. "Jetzt ist doch mal der andere dran und ich bin an der Reihe zu bekommen. Ich hab noch was gut!" denken manche.

 

Spannenderweise sagen im Seminar oder Coaching das häufig beide Partner. Wie kommt es, dass jeder sich ein Geschenk wünscht aber keins mehr schenken möchte? Weil Geschenke häufig manipulativ eingesetzt werden und der Schenkende eine Gegenleistung erwartet. Das geschieht sehr suptil und unbewusst. Wenn ich meinem Partner/Partnerin etwas Schönes gebe, muss er oder sie mir doch etwas zurück geben und zwar genau das, was ich erwarte. Und wenn es Dankbarkeit, Wertschätzung und Aufmerksamkeit ist.

 

Ein echtes Geschenk wird frei gegeben! Dann erfreut es nicht nur den Beschenkten sondern auch den Schenkenden wirklich. Wenn ich frei von Erwartungshaltung und der möglichen Enttäuschung über die fehlende Reaktion bin, kann ich die Freude des anderen unbeschwert genießen. Ich erfreue mich an der Freude des Gebens an sich, weil es ein Ausdruck von Liebe ist, die nichts erwartet. So wird sich ganz automatisch Deine Freude vermehren, denn es ist ein Naturgesetz, dass wir das zurückbekommen, was wir von Herzen aussenden. Und woher das Geschenk zurückkommt, wissen wir vorher nicht.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen für 2014 ein Jahr des Schenkens und beschenkt werdens.