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K wie Konflikt

Kennen Sie die Momente, in denen Sie sich, eben noch in guter Stimmung, plötzlich ärgerlich und wütend fühlen? Scheinbar ist "irgendetwas" passiert, sei es, dass einer Ihrer Mitmenschen sich auf eine für Sie unakzeptable Weise verhalten hat, Sie eine Situation erleben, die Ihnen gegen den Strich geht oder ein Politiker mal wieder etwas entschieden hat, was für Sie einfach untragbar ist! Das kann entweder zu einem Streit mit einem anderen Menschen führen oder zu einem mehr oder weniger lautstarken Ausdruck Ihres Unmuts.

Was genau ist denn ein Konflikt und wo und wann beginnt er?

Nach unserer Auffassung beginnen Konflikte zuerst in unserem Inneren. Aufgrund unserer Erfahrungen, unserer Konditionierung und unseren höchst eigenen, meist unbewussten Verhaltensmustern bewerten wir die oben beschriebene Situation und reagieren freudig, neutral oder eben ärgerlich! Diese Konditionierung eines jeden Individuums ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck, denn jeder Mensch dieser Erde verfügt über absolut einzigartige Erfahrungen, d.h. was den Einen auf die Palme bringt, bemerkt der Andere noch nicht einmal!

Was kann uns dieses Wissen für unsere Partnerschaften bringen?

Je erfahrener Sie darin werden, Ihre inneren Konflikte und Widerstände, die Sie Menschen und Situationen gegenüber haben, zu bemerken und lernen, diese zu verändern, umso mehr lösen sich Ihre Konflikte im Außen auf. Die Achtsamkeit und die Wahrnehmung dessen, was es in Ihnen denkt und sagt, ist dabei der Schlüssel. Und es ist ein absolutes Phänomen, wie friedlich Ihre (Beziehungs-)Welt wird, wenn Sie anfangen, Ihre inneren Konflikte zu lösen!

K wie Kontrolle

Es ist eine bittere Wahrheit , aber in jeder Beziehung steckt immer auch ein Machtkampf. Denn es treffen zwei individuelle Persönlichkeiten mit zwei Egos aufeinander und jeder will an unterschiedlichen Punkten der Beziehung auch mal die Oberhand gewinnen.

Im Laufe der Beziehung spielen sich bestimmte, meist unbewusste Manipulationsstrategien ein und jeder weiß, wo die wunden Punkte beim anderen sind. Wir wissen meist sehr genau, wie wir es anstellen müssen, um Kontrolle auszuüben und die eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Das tun wir nicht vorsätzlich oder aus bösem Willen, sondern oftmals aus Angst, sonst zu kurz zu kommen oder den anderen womöglich zu verlieren, wenn wir die Kontrolle über ihn oder sie verlieren. Dabei ist oft das Gegenteil der Fall. Denn jede Beziehung hält nur ein gewisses Maß an gegenseitiger Kontrolle, Diskussion und damit "Freiheitsberaubung" aus. Was können wir nun tun, um aus dem Machtkampf und dem Kontrollwahn auszusteigen?

Nun, das Gegenteil von Kontrolle ist Vertrauen. Je höher mein Vertrauen in mich selbst, meine Fähigkeiten und Besonderheiten und in das Leben ist, umso größer ist die Fähigkeit andere anzunehmen, loszulassen und sich dem Lauf des Beziehungs-Lebens anzuvertrauen. Ohne Vertrauen muss ich kontrollieren. Spannend ist, dass wir oft Vertrauen vom anderen verlangen, uns selbst und dem anderen aber meist keins schenken wollen. Nun werden einige den Spruch anführen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das mag fürs Berufsleben vielleicht zutreffen, in Beziehungen ist es definitiv kontraproduktiv. Wenn ich meine Partnerin oder Partner nur durch Macht und Kontrolle an meiner Seite halte, wird keine freie und leichte Liebe gedeihen. Und das ist es doch, was sich die meisten aus tiefstem Herzen in ihren Beziehungen wünschen.

Deshalb ist die Entwicklung von Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstliebe essenziell für eine wirklich harmonische Partnerschaft. Dann lasse ich auf der einen Seite immer mehr Kontrolle los und befreie mich auf der anderen Seite auch von der Kontrolle des anderen. 

Wenn Sie immer mehr erkennen und wissen, was IHNEN gut tut, um die oben genannten Ressourcen in Ihnen zu stärken, geben Sie etwas wirklich Gutes in Ihre Liebesbeziehung. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei!