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M wie Mut

Wir hatten ein Paar im Seminar. Sie war Hausfrau und Mutter dreier Kinder; er der erfolgreiche Manager einer großen Firma mit sehr viel Verantwortung, der Entscheidungsgewalt über viele hundert Mitarbeiter und ein Millionenbudget. Zum Abschluss des Seminars sagte er, dass er so froh sei, dabei gewesen zu sein! Dass er den Mut hatte, über seinen Schatten zu springen und zuzugeben, dass die Probleme in seiner Ehe auch ihm und seinen Verhaltensweisen zuzurechnen waren. Die Entscheidung zur Teilnahme am Seminar habe ihn mehr Mut gekostet, als die letzten fünf herausfordernden Jahre seines Jobs. Im Nachhinein weiß er gar nicht warum!

Viele Menschen verbinden das Wort Mut mit großen Heldentaten und Menschen, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um Andere zu retten und waghalsigen Rittern, die den Drachen töten und die Prinzessin retten.

Für uns bedeutet Mut etwas viel Kleineres, Persönlicheres. Denn der Mut beginnt zuallererst in unserem Inneren. Es geht darum, den Mut zu entwickeln, ehrlich zu sich selbst zu sein. Zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir alle Verhaltensweisen und vielleicht auch Schwächen haben, die wir lieber nicht wahrhaben wollen. Den Mut zu entwickeln, uns diesen eigenen, inneren "Drachen" zu stellen und dabei festzustellen, dass diese viel zahnloser sind, als wir vielleicht gedacht haben und wir mit ihnen Frieden schließen können, ist ein wirkliches Geschenk. Dann wird unser ganzes Leben, unsere Partnerschaften und Beziehungen und unser Familienleben viel friedlicher und entspannter. Viele Erwartungen und vermeintliche Enttäuschungen lösen sich auf und ein Gefühl der Freiheit und der Freude daran, sich selbst besser kennen zu lernen, stellen sich ein. Denn der wahre Held stellt sich zuerst sich selbst, bevor er den Drachen im Außen besiegt.

Und bestimmt kennen auch Sie Situationen, in denen Sie sich überwinden und Mut aufbringen mussten, um etwas Neues, Unbekanntes zu tun und hinterher feststellten, welche Befriedigung sich einstellt, es gewagt zu haben.  

Seien Sie die Heldin und der Held Ihres Lebens und Ihres Glückes Schmied! Alles was Sie dafür brauchen, ist ein bisschen Mut für den ersten Schritt! Sie haben alles in sich. Trauen Sie sich!!

M wie Macht

Die meisten Menschen, die Beziehungen unter dem Blickwinkel der romantischen Liebe betrachten, würden wahrscheinlich entsetzt aufschreien, wenn wir Sie mit der Vorstellung konfrontierten, dass in jeder Beziehung neben der Liebe auch der Machtkampf tobt. Wann immer zwei Menschen aufeinandertreffen, begegnen sich eben auch zwei Egos.

Das ist grundsätzlich kein Problem, denn unser Ego hat auch sehr viele positive Aspekte. Es ist unser Treibstoff. Ohne den Drang nach Erfolg, Anerkennung und Wertschätzung würden wir wahrscheinlich immer noch in Höhlen leben.

Die Krux an der Sache ist die, dass unser Ego häufig die Führung übernimmt, statt uns als Werkzeug zu dienen. Und das befeuert auch den Machtkampf in Beziehungen. Die Frage lautet dann: Wer gewinnt? Leider gewinnt bei diesem Spiel am Ende keiner, denn Machtkämpfe sind bekannt dafür dass sie verletzen und trennen.

Was können wir tun, um die Machtkämpfe in unseren Beziehungen zu reduzieren bzw. aus ihnen auszusteigen, wenn wir sie bemerken? Dazu bedarf es im ersten Schritt einer gewissen Ehrlichkeit die zur Erkenntnis führt, dass es die Machtkämpfe in meiner Beziehung überhaupt gibt. Der zweite Schritt ist, seine Wahrnehmung zu erhöhen, damit ich feststellen kann, wann es mir ums Gewinnen geht also ums Recht haben und darum mich gegen den/die anderen durchzusetzen. Wahre Größe bedeutet Selbstwert und Selbstvertrauen aus sich selbst (wie das Wort schon impliziert) zu BE-ZIEHEN und nicht daraus, einen anderen kleiner zu machen. Wichtige Attribute, die uns dabei unterstützen sind Gelassenheit, Humor und die Eigenschaft uns selbst bzw. unser Ego nicht ganz so wichtig zu nehmen.

Wir wünschen Ihnen ganz viele friedliche Zeiten mit Ihrem/Ihrer Liebsten und wenn Sie sich in "brenzligen" Situationen die Frage stellen: „Was würde die Liebe tun?“, werden Machtkämpfe immer seltener.