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B wie Beziehung

Was macht eine Beziehung wirklich erfüllend und was kann ich selbst beitragen, um eine freudvolle Beziehung zu finden und zu erhalten? Das ist sicher die spannendste und erstrangigste Frage in diesem Zusammenhang. Der Schritt beginnt, wie bei allem bei mir selbst und der Beziehung zu mir. Häufig suchen wir Beziehungen, um uns vollwertig und ganz zu fühlen. Der andere soll füllen, was uns vermeintlich fehlt. Kann er oder sie das nicht und das ist wahrscheinlich, sind wir enttäuscht und frustriert. Warum kann der andere sich nicht so verhalten, wie ich es mir vorstelle, dann wär das Leben doch toll. Diese Illusion dürfen wir getrost beiseite legen, denn die Wahrheit ist viel wunderbarer. Wir selbst haben ALLES in der Hand, um unserer Beziehung zu uns selbst und damit unsere Beziehungen im Außen zu anderen zu harmonisieren und in Liebe und Freude zu verwandeln.

Beginnen Sie doch als erstes mal damit liebevoller auf sich selbst zu schauen. Achten Sie auf negative Gedankenmuster sich selbst und anderen gegenüber und wechseln Sie das Gedankenthema, wenn Sie sich bei Anschuldigungen gegenüber sich selbst und anderen „ertappen“, z.B. in: „was gefällt mir an mir oder dem/der anderen richtig gut“?Spüren Sie, wie sich durch die bewusste Veränderung Ihrer Gedanken, Ihre Gefühlslage verändert.

B wie Behüten

Uns interessieren deutsche Sprichwörter, da in ihnen sehr häufig, wirklich wundervolle Weisheiten stecken. Als wir uns mit dem Thema "behüten" beschäftigten, haben wir mal nachgeforscht, woher dieser Begriff, als auch der, des „auf der Hut sein“, kommt.

Wir haben eine sehr interessante Definition aus dem Mittelalter gefunden. Beim Fechten nahm man demzufolge eine Haltung ein (die Hut), in der der Kämpfer ganz in seiner Mitte war und somit dem Angreifer stark entgegentreten konnte. Ziel im Kampf war es, den Gegner aus dieser Position zu holen und selbst dadurch im Vorteil zu sein bzw. alles zu tun, damit der Gegner einen selbst nicht aus der Hut bringen konnte.

Wenn wir uns also in unserer Partnerschaft dabei ertappen, "auf der Hut zu sein" und unsere sichere Position nicht zu verlassen, so dürfen wir uns fragen, ob wir gerade auf dem richtigen Terrain unterwegs sind. Denn gerade in unserer Beziehung ist der Raum, uns so zu zeigen, wie wir sind. Auch mal die „sichere“ Position zu verlassen und uns verletzlich und echt zu zeigen. Wenn wir allerdings anfangen auf der Hut zu sein, weil wir das Gefühl haben, alles, was wir sagen und/oder tun, wird auf die berühmte „Goldwaage“ gelegt und irgendwann gegen uns verwendet, ist das für die Beziehung keine gute Idee.

Dann empfehlen wir Ihnen doch lieber den Begriff des Behütens, im Sinne von schützen oder fürsorglich sein. Unsere Vision ist es, Paare zu unterstützen, sich wieder mehr zu vertrauen, ihre Achtsamkeit füreinander zu erhöhen und wieder mehr in Verbindung miteinander zu kommen. Statt auf der Hut zu sein, können wir lernen unsere Ansicht zu vertreten und auch den Standpunkt des Anderen zu verstehen. Uns hinzugeben, ohne uns aufzugeben. Immer humorvoller und gelassener zu werden und damit unsere Beziehung zu behüten und zu schützen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele behutsame Momente, die Ihnen Nähe und Annahme bringen und sie beide immer mehr in die Lage versetzen, sich so zu zeigen, wie Sie wirklich sind.