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E wie Enttäuschung

Das Allerbeste zuerst: Wenn wir enttäuscht sind, ist das erst mal KLASSE, denn dann nehmen wir die Dinge endlich auf eine neu Art und Weise wahr. Auch wenn das Wort mit t geschrieben wird, bedeutet es doch das Ende einer Täuschung. Enttäuscht zu sein ist also eine sehr gute Möglichkeit, sich bewusst zu werden, was ICH wirklich will, unabhängig vom Verhalten meines Partners/meiner Partnerin.

 

Die meisten Paare gehen ihre Beziehung aus einem Grund ein: Sie sind verliebt und das ist gut so!

 

Das bedeutet für viele Menschen, dass sie Schmetterlinge im Bauch haben. Sie sind mit den Gedanken die ganze oder zumindest die meiste Zeit bei dem oder der Angebeteten. Durch die „rosarote Brille“ betrachtet scheint der andere all das zu haben, was wir uns erträumt haben. Er oder Sie sind einfach perfekt und passen zu uns, wie keine/r zuvor.

 

Nur ein paar Jahre später fragen sich viele Paare was aus ihrem Traummann/ihrer Traumfrau geworden ist. Alles scheint sich so verändert zu haben! Die Eigenschaften und Vorzüge die uns anfangs zueinander geführt und begeistert haben, treten in den Hintergrund und die für uns unakzeptablen Seiten treten in Erscheinung. Das Spannende daran ist, dass diese Seiten schon immer da waren, wir haben sie nur nicht gesehen. Wir haben uns selbst ein Bild des anderen „gebastelt“, das irgendwann bröckelt. Die Wahrheit ist, dass der oder die Andere schon immer genauso war. Das heißt nicht ein Anderer kann uns enttäuschen. Diese Enttäuschung machen wir immer selbst.

 

Was können wir jetzt mit dieser Erkenntnis anfangen?

 

In erster Linie bedeutet es natürlich wieder Eigenverantwortung für mein Leben und meine Gefühle zu übernehmen. Will heißen, dass ich akzeptiere, dass ich nur mich selbst und niemand anderen ändern kann und dass es von entscheidender Bedeutung ist, beim „Aushandeln“ von Kompromissen meinem Partner/meiner Partnerin das Gefühl zu gebe, dass er oder sie völlig in Ordnung ist, und ich mir fürs Zusammenleben bestimmte Unterstützung oder Verhaltensweisen wünsche. So kann der Partner/die Partnerin viel eher einen Schritt in meine Richtung tun.

 

John F. Kennedy hat mal gesagt: Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann, sondern fragt, was Ihr für Euer Land tun könnt.

 

Vielleicht dürfen wir uns diese Frage auch in unseren Beziehungen hin und wieder stellen. Was bin ich bereit, in die Beziehung zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten?

 

E wie Entspannung

Zu unserem 25-jährigen gönnen wir uns ein schönes Wellness-Wochenende und freuen uns nach einer längeren Phase von Seminaren, Coaching und Projekten auf etwas Entspannung.

Auch im Yoga und anderen Entspannungstechniken wird grundsätzlich zwischen Anspannung und Entspannung gewechselt. Wie immer geht es darum, dass das eine nicht besser oder schlechter ist als das anderen. Das eine kann sogar ohne das andere gar nicht existieren. Wir leben in einer dualen Welt der Kontraste, in der immer zwei Seiten existieren. Entscheidend ist, dass die beiden Pole möglichst ausgeglichen sind.

In Beziehungen finden wir häufig die Situation vor, dass der Anteil der Anspannung überwiegt. Es gibt Herausforderungen im Umfeld, wie Arbeit, Haus, Kinder und vieles mehr zu meistern. Außerdem ist da noch ein Partner/Partnerin, der/die Ansprüche stellt und Erwartungen hat. Und wir selbst haben ja auch noch eine Vorstellung, was wir erreichen und erleben möchten.

Häufig führt diese Situation zu einem inneren Druck, der wiederum Konflikte provoziert, was wiederum die Anspannung erhöht usw... So kann ein Teufelskreis entstehen und das Pendel schlägt zu sehr auf die Seite der Anspannung aus, ohne dass der Gegenpol der Entspannung Raum bekommt.

Deshalb ist es nicht nur für Körper, Geist und Seele so wichtig, auch Ruhe- und Entspannungsphasen zu genießen, sondern auch in der Beziehung zwischen zwei Liebenden. Es reicht nicht nur, den klassichen Urlaub zur Erholung zu verbringen, sondern es macht sehr viel Sinn, zusätzlich auch Beziehungs-Wellness zu betreiben. Und da ist es nur sinnvoll und empfehlenswert, dass Sie sich kleine Auszeiten gönnen, die nur Ihnen und Ihrer Liebesbeziehung gehören. Wie die aussehen ist natürlich ganz individuell, nur achten Sie darauf, in dieser Phase mehr zu sein als zu tun.

Wir wünschen Ihnen jedenfalls viel Freude dabei.